Die Geschichte des Hauses

- Das Haus wurde vom Förster der Herrschaft von Harsch bewohnt. Zu vermuten ist, daß es sogar von diesem erbaut oder aufgestockt worden ist. Das Baujahr ist nicht bekannt.
- Nach dem Brand des Schlosses der Familie von Harsch 1756 zogen diese in das Schloss nach Holzhausen. Harsch ernannte den Förster zu seinem Stellvertreter in Reute. Das Haus muß zu dieser Zeit schon gestanden haben.
- Bei dem Gebäude ist ein Stilunterschied vom Ober- zum Erdgeschoß zu erkennen, dies läßt vermuten, daß hier ein eingeschossiger Bau später aufgestockt worden ist. Die Bauausführung im Obergeschoß ist aufwändiger und schmucker. - Um 1807 wurde das Anwesen von den Vorfahren des Ludwig Siegel erworben.
Seit dieser Zeit ist das Gebäude an der Straßen- und an den beiden Giebelfronten unverändert erhalten geblieben. Lediglich auf der Hofseite wurde ein Anbau vorgenommen.
- In den 50er Jahren des 20.Jh. wurde noch ein Tabakschopf an die Scheune angebaut. Er ist der letzte seiner Art der in Reute erhalten geblieben ist.
- Die Dachkonstruktion des Wohnhauses wirkt von der Straße her wie ein Walmdach, ist jedoch ein Satteldach. Im Bereich der verputzten Fläche rechts des Hauseingangs in der Straßenfassade war früher eine Durchfahrt, die jedoch später zugemauert wurde. Später verlegte man die Einfahrt auf die linke Seite des Gebäudes, wo sie sich noch heute befindet.
2010 hat die Gemeinde das Areal von Norbert Siegel erworben.

(Text aus dem Bildband von P.Pietsch und W. Hitzer)

Ansicht von der Hauptstraße, ca. 1920
Familie Siegel am Esstisch